Grundkurs "Sterbende begleiten"
Vorbereitungsseminar für ehrenamtliche Hospizmitarbeiter/innen und Interessierte


Vorbereitung für Interessierte

Jede/r Interessierte erhält durch den Grundkurs die Möglichkeit, sich mit den Themen um Tod, Sterben und Trauer vertraut zu machen. Das Seminar umfasst einen Samstag und 7x wöchentlich stattfindende Abende (insgesamt 28 Unterrichtseinheiten).

Der Grundkurs ist eine "offene Veranstaltung". Interessierte können am Seminar teilnehmen, ohne nachher als Hospizmitarbeiter/in in dem Verein tätig zu werden.

Das Seminar eignet sich nicht für Menschen, die gerade akut eigene Trauer verarbeiten.

Besteht der Wunsch, als ehrenamtliche Mitarbeiter/in im Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst Lippe e.V.  tätig zu werden, können sich nach Einzelgesprächen mit der Kursleitung und der Koordinatorin eine begleitete Praxisphase und ein Vertiefungskurs anschließen. Die endgültige Entscheidung über die Tätigkeit als Hospizmitarbeiter/in erfolgt nach einem gewissen Zeitraum der Praxis in einem erneuten Gespräch.


Ziele des Vorbereitungsseminars

Wichtigstes Ziel des Seminars ist es, die Teilnehmerinnen für den eigenen Lebensweg, für Lebensereignisse wie Krankheit, Sterben, Tod, Abschied und Trauer zu sensibilisieren. Die Förderung der Gesamtpersönlichkeit sowie das Bewusstsein der eigenen Sterblichkeit stehen im Vordergrund, damit ein hohes Maß an Echtheit in der Begegnung mit den Sterbenskranken erfahren wird.


Die Hospizmitarbeiterin / der Hospizmitarbeiter

Als Teil des gesamten Betreuungsteams ergänzt der/die ehrenamtliche Hospizmitarbeiter/in die beruflich-fachlichen Betreuungsangebote der hauptamtlichen Kräfte (z.B. Ärzte, Pflegekräfte, Familienhelfer/in, Sozialarbeiter/in, Seelsorger/in, Therapeut/in, Hilfsdienste...).

Durch seine/ihre hospizliche Haltung, in der jeder Mensch Wertschätzung und respektvolle Zuwendung erfährt, wird der/die Hospizmitarbeiter/in von Schwerkranken und ihren Angehörigen als mitfühlender, wegbegleitender Mitmensch erlebt.


Aufgaben der ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen

Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen erfüllen in der Begleitung Sterbender wichtige Aufgaben.
Nicht jede/r Hospizmitarbeiter/in muss alle Aufgaben wahrnehmen. Die eigenen Möglichkeiten und der Bedarf innerhalb einer Begleitung finden Berücksichtigung beim Einsatz.

Mögliche Aufgaben:

  • als Gesprächspartner/in für Patient und Angehörige dasein, Zeit haben, auf den Menschen eingehen, mitmenschliche Zuwendung und Beistand geben, den "Weg" mitgehen, begleiten und nicht selbst den Weg bestimmen
  • Angehörige und Freunde entlasten und unterstützen
  • Kontakte aufbauen zu Angehörigen, Freunden und ein gutes Zusammenwirken des gesamten Betreuungsteams unterstützen
  • gelegentlich Sitzwachen halten, evtl. auch nachts
  • und anderes

Wie werden die Hospizmitarbeiter/innen während ihrer Tätigkeit begleitet und unterstützt?

Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen werden durch hauptamtliche Mitarbeiterinnen begleitet und unterstützt. Regelmäßige Treffen in Kleingruppen mit einer qualifizierten Gesprächsleitung geben den ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen die Möglichkeit, Schwierigkeiten und Probleme zu besprechen, sich Rat und Bestätigung zu holen. Zweimal monatlich wird eine Supervision angeboten und jederzeit besteht die Möglichkeit zum Einzelgespräch, um schwierige Situationen und belastende Erfahrungen verarbeiten zu können. Es werden laufend Fortbildungsveranstaltungen angeboten.


Voraussetzungen für ehrenamtliche Mitarbeit

Von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird die Bereitschaft erwartet

  • sich persönlich mit den Themen Sterben, Tod und Verlusterfahrungen auseinander zu setzen
  • eigene Erfahrungen und die anderer zu reflektieren und zu respektieren
  • eine eigene hospizliche Haltung herauszubilden, die in der achtsamen und respektvollen Begegnung mit dem sterbenden Menschen und seiner ihm Nahestehenden mündet
  • sich in der Begegnung mit sterbenden Menschen und ihren Zugehörigen zurückzunehmen und sich an deren Bedürfnissen zu orientieren
  • sich auf das Lernen in einer Gruppe einlassen
  • sich in dem zur Mitarbeit vorgegebenen Rahmen des Dienstes einbinden zu lassen

Kostenbeteiligung, Veranstaltungsorte und Termine:

Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie an allen Terminen des Kurses teilnehmen können

 

Grundkurstermine und Veranstaltungsorte:

 

Augustdorf: Gemeindehaus der kath. Kirchengemeinde, Pivitsheider Str. 154, 32832 Augustdorf

Grundkurs 1: Samstag, den 16.05.2009
von 9:30 Uhr bis ca. 16:30 Uhr und
7 x mittwochs (letzter Abend: Mi, 01.07.)
jeweils von 19:00 – 21:15 Uhr
 
(Anmeldungen bitte an die Detmolder 
Beratungsstelle leiten)

  

Bad Salzuflen: Hospiz-Beratungsstelle, Wenkenstr. 63, 32105 Bad Salzuflen

Grundkurs 5: Samstag, den 11.09.2010
von 9:30 Uhr bis ca. 16:30 Uhr und
7 x donnerstags (letzter Abend: Do, 11.11.)
jeweils von 19:00 – 21:15 Uhr

 

Detmold: Hospiz-Beratungsstelle Leopoldstr. 16 32756 Detmold

Grundkurs 59: Samstag, den 24.04.2010
von 9:30 Uhr bis ca. 16:30 Uhr und
7 x montags (letzter Abend: Mo, 14.06.)
jeweils von 19:15 – 21:30 Uhr

 

Lemgo: Hospiz-Beratungsstelle, Kramerstr. 10, 32657 Lemgo

Grundkurs 6: Samstag, den 09.01.2010
von 9:30 Uhr bis ca. 16:30 Uhr und
7 x dienstags (letzter Abend: Di, 23.02.)
jeweils von 19:00 – 21:15 Uhr

 


Kosten:

Die Teilnahmegebühr beträgt 85 €. Falls Sie Vereinsmitglied sind oder bis zum Ende des Seminars Mitglied werden, reduziert sich die Gebühr auf 30 €.

Bitte überweisen Sie die Kursgebühr bis zum Ende des Seminars auf das Konto Nr. 106 009 285, BLZ 476 501 30 bei der Sparkasse Detmold.


Einen Flyer zu den Grundkursen können Sie hier herunterladen (PDF, 119 KB).